TAG DER MENSCHENRECHTE am 10. Dezember 2011

AUFTAKTAKTION DES BÜNDNISSES GEGEN RASSISMUS IN BERLIN

Bericht von Arslan Yilmaz

Ca. 183 Menschen wurden durch Neonazis und Rassisten alleine seit 1990 ermordet, zahlreiche Brandanschläge, Attentate und Übergriffe lassen sich bis zur Entstehung der BRD zurückverfolgen. Die Dunkelziffer der Betroffenen beziehungsweise nicht aufgeklärten oder fälschlicher Weise als unpolitisch eingestuften Straftaten dürfte noch weit darüber liegen.
Das Bündnis gegen Rassismus, das am 29.11.11 nach der Zusammenkunft von 80 Vereine und Gruppen in Berlin gegründet wurde, veranstaltete am 10.12.11 anlässlich des Tages für die Menschenrechte, seine Auftaktaktion. Es forderte einen bundesweiten Aktionsplan gegen Rassismus, einen konsequenten Kampf gegen rassistische Äußerungen, Handlungen und Gesetze, unverzügliche und lückenlose Aufklärung aller rassistisch motivierten Morde, Abschaffung aller Sondergesetze und ein Ende der diffamierenden und ausgrenzenden Integrationsdebatte.
Ca. 1000 Menschen nahmen bei kaltem Wetter an dieser Demo teil.
Die Sprecherinnen des Bündnisses erklärten auf der Demo: “Rassismus hat nicht erst mit den Morden der NSU begonnen, seine Wurzeln sind tief in den Köpfen verankert. Der institutionelle Rassismus herrscht in den Fluren der Verwaltungen, der alltägliche Rassismus drückt sich in Sprache und Denkstrukturen aus“  und betonten: „Rassismus ist kein Problem einer kleinen Randgruppe, das unter dem Konstrukt des Extremismus
von der Mitte an den Rand der Gesellschaft verschobenen werden kann.“

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