Lieber richtig in die Opposition als schlecht in die Regierung!

Einstimmiger Beschluss der Basisorganisation Wedding vom 11.11.21

Das Sondierungspapier, das die Grundlage für die derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen ist, trägt ersichtlich die Handschrift der SPD Franziska Giffeys und widerspricht zentralen Positionen der LINKEN. Franziska Giffey hat öffentlich erklärt, dass das Sondierungspapier die Grundlage der Verhandlungen ist. Und es in diesem zentralen Punkten keine Nachverhandlungen geben wird. Es ist nicht zu erwarten, dass in den Koalitionsverhandlungen Verbesserungen gegenüber der SPD und den Grünen durchgesetzt werden können. Bei einem Eintritt in die Regierungskoalition mit SPD und Grünen droht ein Ausverkauf der LINKEN und die Preisgabe sämtlicher rote Haltelinien, des Landeswahlprogramms der Berliner LINKEN „Rot. Radikal. Realistisch.“, beschlossen am 24. April 2021.

Die Ausgangslage einer künftigen Landesregierung ist schlechter als in der vorhergehenden Legislatur. Die Haushaltssituation, die nach der Wahl 2015 sehr günstig war, ist angespannt. Der finanzielle Spielraum für Reformen ist damit enger geworden. DIE LINKE darf sich nicht an einer Regierung beteiligen, die Personalabbau und Kürzungsprogramme vorantreibt. Ein Koalitionsvertrag, der Kürzungen und Personalabbau nicht explizit ausschließt, ist nicht zustimmungsfähig.

57,6 % der Berliner*innen haben für die Vergesellschaftung und den Volksentscheid „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“ gestimmt (amtliches Endergebnis). Dass das Sondierungspapier lediglich die Einsetzung einer so genannten Expert*innen-Kommission und eine einjährige Prüfung festlegt, ist eine Missachtung des Willens der Mehrheit der Berliner*innen und Angriff auf die basisdemokratische Volksentscheidspolitik. Die Expert*innenkommission ist unnötig, die legale Möglichkeit der Vergesellschaftung ist durch mindestens 7 Rechtsgutachten festgestellt, darunter einer Expertise des Innensenats Berlins und des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags. Es handelt sich hierbei um eine Verzögerungstaktik zur Demobilisierung der Bewegung. DIE LINKE darf das nicht mittragen.

Die S-Bahn-Ausschreibung, das 8-Milliarden-Projekt der grünen Verkehrssenatorin Regine Günther, mit der Privatisierung und Zerschlagung der Berliner S-Bahn drohen, wird mit keinem Wort erwähnt. Bereits in der Präambel unseres Wahlprogramms, sowie unseres Erfurter Programm vom 23. Oktober 2011, lehnen wir Privatisierung der Daseinsvorsorge klar ab. Die Behauptung von Carsten Schatz auf dem außerordentlichen Landesparteitag vom 19. Oktober 2021, man habe sich auf die Kommunalisierung geeinigt, wurde von den Grünen bereits dementiert. Kommunalisierung kann es nur mit dem Stopp der laufenden Ausschreibung geben. In den Jahren 2019 und 2020 hat die LINKE zwar gegen die von den Grünen durchgedrückten Fahrpreiserhöhungen im ÖPNV protestiert, verhindern konnte sie sie jedoch ebenfalls nicht. Die LINKE darf nicht länger neoliberale und unsoziale Verkehrspolitik mittragen.

Der Kampf gegen Rechts ist in einer Koalition mit der Giffey-SPD nicht konsequent zu führen. Trotz immer neuer Enthüllungen über rechtsextreme Umtriebe in der Berliner Polizei und massiver Proteste gegen Polizeigewalt einigte man sich im Sondierungspapier im Kapitel „Innere Sicherheit“ auf Aufstockungen bei der Polizei. DIE LINKE muss an ihrer Forderungen nach einem Untersuchungsausschuss zum Neuköllner Nazi-Terror festhalten.

Berlin ist Abschiebehauptstadt – und die LINKE hat das die letzten vier Jahre mitgetragen. In der letzten Legislaturperiode hat das Landesamt für Einwanderung Berlin den Anteil der Abschiebungen von 5,7% auf 6,1% gesteigert. Berlin hat als einziges Bundesland auch im Jahr 2020 genauso viele Abschiebungen wie im Vorjahr durchgeführt, während bundesweit die Abschiebungen während der Pandemie 2020 um mehr als die Hälfte zurückgegangen sind. Damit hat sich DIE LINKE unglaubwürdig gemacht. Der außerordentliche Parteitag sprach sich daher mit großer Mehrheit für einen Paradigmenwechsel und für Bleiberecht statt Abschiebungen aus. Im Sondierungspapier ist dazu nichts zu finden. Dass hier fundamentale Nachbesserungen stattfinden ist illusorisch: Franziska Giffey wollte noch im Juli nach Afghanistan und Syrien abschieben.

Die Krankenhausbewegung hat in den vergangenen Monaten sechs Wochen lang gestreikt, um gegen landeseigene Krankenhausträger eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen. Im Sonderungspapier wird die Situation der Beschäftigten an den Krankenhäusern gar nicht erst erwähnt. Stattdessen verpflichtet man sich zu guter Zusammenarbeit mit den privaten Krankenhausträgern und will „Berlin als führende Gesundheitsstadt“ weiterentwickeln und die „Gesundheitswirtschaft“ stärken. Gesundheit, so ist unsere feste Überzeugung, darf nicht dem Markt überlassen werden. Sie ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wir wollen Gesundheitsinfrastruktur zurück in der Öffentlichen Hand und mehr als wolkige Versprechen zur Verbesserung der Situation und der Beschäftigten in der Pflege.

Es ist absehbar, dass sich DIE LINKE als Bündnispartner*innen der Mieter*innenbewegung, der Klimabewegung, der antirassistischen Bewegung und in Anti-Privatisierungskämpfen unglaubwürdig macht, wenn sie in eine Koalition mit SPD und Grünen eintritt und dafür sämtliche roten Haltelinien überschreitet. Eine LINKE in der Regierung muss die Position der Regierung, also auch der SPD und der Grünen, mitvertreten, um den Koalitionsfrieden zu wahren. So kann die LINKE keine glaubwürdige Bündnispolitik betreiben und wird immer wieder in Widerspruch zu den Bewegungen geraten. Das wirkt demobilisierend auf die Initiativen und Bewegungen in der Stadt. Auch für die Parteibasis hat eine Regierungsbeteiligung der LINKEN in einer Koalition mit SPD und Grünen drastische Auswirkungen: Anstatt als starke LINKE gemeinsam den gesellschaftlichen Widerstand aufzubauen ist man zunehmend in innerparteilichen Kämpfen involviert, der beständige Hinweis auf den Koalitionsfrieden wirkt auch innerparteilich demobilisierend. Als schwächste von drei Koalitionspartner*innen kann sie nicht hoffen sich gegen die anderen beiden mit linker Politik durchzusetzen.

Die BO Wedding spricht sich daher gegen den Eintritt der LINKEN in die Regierungskoalition auf dieser Grundlage aus. Wir wollen stattdessen an Seite der Bewegungen und Initiativen der Stadt eine kämpferische Opposition gegen den von Giffey angekündigten Rechtskurs bilden.

Raum für Diskussion zum Koalitionsvertrag garantieren

Einstimmiger Beschluss der Basisorganisation Wedding vom 11.11.2021

Der Landesvorstand der LINKEN.Berlin wird aufgefordert, den Raum für eine umfassende Diskussion des Koalitionsvertrags und der Entscheidung über den Eintritt in die Regierung, zu ermöglichen:

  • Hierzu, den Koalitionsvertrag oder, falls nicht vorhanden, entsprechende Vorarbeiten im Originaltext rechtzeitig vorab zur Verfügung zu stellen, sodass dieser in die Diskussionen auf den parteiöffentlichen Veranstaltungen, bspw. den in der Email des Landesgeschäftsführers Sebastian Koch vom 04. November 2021 genannten Basiskonferenzen, einfließen kann.
  • Eine Synopse bereitzustellen, die die erreichten Verabredungen im Koalitionsvertrag den Beschlüssen unseres Landeswahlprogramms „rot. radikal. realistisch“, beschlossen auf der 2. Tagung des 8. Landesparteitags am 24. April 2021, im Wortlaut unkommentiert gegenüberstellt.
  • Den stimmberechtigten Mitgliedern zusammen mit der Synopse bekannt zu machen, aus wie vielen Personen die im Sondierungspapier vereinbarte Expert*innenkommission zur Umsetzung des Volksentscheides „Deutsche Wohnen und Co Enteignen“ bestehen soll und zudem namentlich, vollumfänglich und unveränderlich bekannt sein, welche Personen ihr angehören, sowie transparent zu machen, welche Qualifikation diese in welchem Fachbereich aufweisen und welche Position bei welchem Arbeitgeber sie in ihrer bisherigen Berufslaufbahn bekleideten.
  • Einen Landesparteitag im Vorfeld zur Wahl einzuberufen, um eine demokratisch legitimierte Parteiöffentlichkeit herzustellen, auf dem die Delegierten den Koalitionsvertrag kritisch diskutieren und eine Beschlussempfehlung aussprechen können, wie es ursprünglich vorgesehen war. Das Initiativenhearing soll hierdurch nicht ersetzt werden, sondern auf dem Landesparteitag vor den Delegierten der Partei stattfinden.

Den Bezirksvorstand wird aufgefordert, in der nächsten Sitzung oder, falls diese planmäßig nicht rechtzeitig stattfindet, eine Sondersitzung einzuberufen und die Forderung der BO Wedding mitzutragen. Der Bezirksvorstand wird aufgefordert die Mitglieder des Bezirksverband Mitte im Landesvorstand aufzurufen die Forderungen im Landesvorstand einzubringen und zu unterstützen.

Den Bezirksvorstand wird aufgefordert, in der nächsten Sitzung oder, falls diese planmäßig nicht rechtzeitig stattfindet, in einer Sondersitzung, eine Mitgliederversammlung des Bezirksverbandes gemäß §13 Absatz 3 der Satzung der Partei DIE LINKE.Berlin rechtzeitig vor dem Start der Urwahl einzuberufen, auf der auf Grundlage der vom Landesverband zu erstellenden Synopse über das für und wider eines Eintritts in die Koalition diskutiert werden soll. Die Mitgliederversammlung soll im Sinne des § 13 Absatz 5 eine Mitgliedervollversammlung sein. Sollte die Einberufung einer Mitgliedervollversammlung nicht möglich sein wird der Bezirksvorstand aufgefordert eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen.

Begründung:

Die LINKE.Berlin befindet sich in einer schwierigen Situation. Sie ist die schwächste von drei Parteien in den Koalitionsverhandlungen. Die Voraussetzungen in einer künftigen Landesregierung sind schlechter als in der vorhergehenden Koalition. Die Haushaltssituation, die nach der Wahl 2015 sehr günstig war, ist angespannt. In der drängendsten Frage in Berlin, der Wohnungsfrage, vertreten die beteiligten Parteien insbesondere in Bezug auf die von Die LINKE.Berlin unterstützte Kampagne „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“ sich widersprechende Positionen. Die historische Chance, den Artikel 15 des Grundgesetzes erstmal für eine Vergesellschaftung zu nutzen, steht auf dem Spiel und mit dieser Gelegenheit die Glaubwürdigkeit der LINKE als sozialistische Partei. Im Sondierungspapier vom 15.10.2021 hat sich die SPD Franziska Giffeys mit Ihrer Position klar durchgesetzt. Entsprechend enttäuscht haben sich hier unsere Verbündeten, auch aus anderen Initiativen, gezeigt. In der vergangenen Regierung ist mit Beteiligung der LINKEN durch die grüne Senatorin Günther eine vergaberechtliche Ausschreibung erfolgt, die die Berliner S-Bahn weiter in Richtung Privatisierung drückt und das komplexe S-Bahnnetz zerteilen und den S-Bahn-Betrieb in bis zu 11 Einzelunternehmen zerschlagen will. Die Beschäftigten der Berliner S-Bahn drohen tarifliche Verschlechterungen. Bereits in der Präambel unseres Wahlprogramms, sowie unseres Erfurter Programm vom 23. Oktober 2011, lehnen wir Privatisierung der Daseinsvorsorge klar ab. In dem Sondierungspapier wird dieses Vorhaben nicht mal erwähnt. Viele weitere zentrale LINKE Themen, wie der Umgang mit Abschiebungen, Aufnahmeprogrammen, Umgang mit Räumungen, bleiben ebenfalls unerwähnt. Für uns sind diese Positionen keine Verhandlungsmasse.

Der Landesvorstand hat auf dem Landesparteitag vom 19.10.2021 damit für eine Zustimmung zu den Koalitionsverhandlungen geworben, dass in den Verhandlungen selbst die Ergebnisse der Sondierung verbessert werden könnten. Die Ausgangsbedingungen dafür sind denkbar schlecht. Nun muss der Raum für die innerparteiliche Diskussion geschaffen werden, ob uns dies als Partei reicht. Dafür muss ein klarer Abgleich geschaffen werden, mit welchen unserer Positionen wir uns in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen konnten. Es muss eine parteiöffentliche Diskussion sein, die sicherstellt, dass alle Meinungen angemessen zu Gehör kommen, um den Mitgliedern zu ermöglichen ihre Entscheidung auf Grundlage aller Argumente treffen zu können. Dazu ist ein Abgleich des in den Verhandlungen erreichten mit unserem Programm die Voraussetzung. Unser Programm ist Auftrag und Verpflichtung unserer Genoss*innen im Abgeordnetenhaus und unseren gegebenenfalls künftigen Senator*innen. Daher fordern wird die Erstellung einer Synopse, die das erreichte im Wortlaut des Koalitionsvertrags mit dem Wortlaut unsrer Forderungen im Programm abgleicht. Die Synopse soll zur Ur-Wahl an alle stimmberechtigten Mitglieder versandt werden. Auch die Diskussionen auf den vom Parteivorstand geplanten Basistreffen am 13., 21. Und 27. November müssen auf Grundlage der bereits erarbeiteten Kompromisse in den Koalitionsverhandlungen konkret geführt werden.

Nicht nachvollziehbar finden wir die Verlegung des Landesparteitags. Ausdrücklich begrüßen wir die Einbeziehung der Initiativen, auch wenn wir die Formulierung „Hearing“ ungünstig finden. Die Bewegungen und Initiativen der Stadt sind unsere unmittelbaren Verbündeten. Wir sehen keinen Grund, warum nicht die Initiativen unmittelbar auf unserem Landesparteitag direkt zu unseren Delegierten sprechen sollten, die dann auf Grundlage der Argumentation dieser unserer engen Verbündeten ihre Entscheidungen treffen können.

Auch im Bezirk Mitte wünschen wir uns eine entsprechende bezirkliche Diskussion in Form einer Mitgliedervollversammlung. Auch hier wäre eine Einbeziehung unserer bezirklichen Bündnispartner*innen sinnvoll.

Die Rechts- und Sozialberatung ist zurück!

Nach einer langen Pause bietet der Linkstreff ab dem 24.09. wieder eine Rechts- und Sozialberatung an:

Haben Sie Ärger mit dem Amt oder Jobcenter? Probleme mit dem Vermieter oder der Vermieterin, Inkasso oder Arbeitgeber*in?
Dann kommen Sie gerne in unsere Sprechstunde!

Wenn möglich, melden Sie sich bitte vorher an. Sie können uns zu Ihrem Problem gerne per Mail informieren.

Jeden zweiten Freitag (24.9., 8.10., 22.10., 5.11., 19.11., 3.12., 17.12.)

Zudem kann eine kostenfreie Anwaltsberatung bei sozialrechtlichen Fragen (z.B. Hartz IV, Sozialhilfe, Kindergeld) vermittelt werden. Meldet Euch dazu am besten direkt im LinksTreff oder schreibt an:

AfD – die neue Nazi-Partei?

Wie rechts ist die AfD? Beatrix von Storch, Spitzenkandidatin der Partei für Berlin-Mitte, ist rassistisch. Björn Höcke verkündet faschistische Ideologien. Die Partei insgesamt versucht den Schulterschluss mit reaktionären Bewegungen auf der Straße. Was heißt das für uns und unseren Kampf gegen die AfD?

Eine Veranstaltung der BO Wedding der LINKEN, mit Vortrag und Diskussion im Karl-Liebknecht-Haus, Rosa-Luxemburg-Saal, Kleine Alexanderstr. 28.

Alle Interessierten (außer Nazis) sind herzlich willkommen, keine Anmeldung erforderlich!

Der Wedding enteignet!

Das Ende der Sammelphase der Kampagne Deutsche Wohnen & Co. Enteignen ist erreicht – mit sagenhaften 343.591 Unterschriften!

Aufgrund der hohen Anzahl an Unterschriften, die ein Rekord für Volksbegehren in Berlin sind, ist klar, dass es zum Volksentscheid am 26.09. kommt! Die hohe Anzahl an Stimmen zeigt: Die Berliner:innen wollen die Enteignung der großen profitorientierten Wohnungsunternehmen. Allein im Wedding wurden über 28.000 Unterschriften gesammelt. Auch die Weddinger:innen haben klargemacht: Es gibt keine Alternative zur Enteignung!

Die Mieten steigen auch im Wedding und sind oft nicht mehr bezahlbar. In den Gesprächen mit den Weddinger:innen haben wir gemerkt, dass die großen Wohnungsunternehmen wie Akelius, Vonovia und Deutsche Wohnen Geschäftspraktiken an den Tag legen, die nicht mehr tragbar sind.

Wir als LINKE haben den Volksentscheid von Anfang an unterstützt. Als LINKE im Wedding haben wir zusammen mit dem Kiezteam Wedding eifrig für die Kampagne mitgesammelt. Jetzt geht es um die nächsten Monate, den anstehenden Volksentscheid und auch um die Zeit nach der Wahl. Wir wollen ein Enteignungsgesetz, das die Forderung von Deutsche Wohnen & Co. Enteignen vollumfänglich umsetzt.

Zusammen mit unserem LINKEN-Bundestagskandidaten Martin Neise, mit der Mietergemeinschaft Berlin e.V. und insbesondere mit unserem Kiezeam Wedding von Deutsche Wohnen & Co. Enteignen machen wir klar: der Wedding enteignet!

Kommt am Samstag, den 3. Juli um 16 Uhr zur Kundgebung am Elise-und-Otto-Hampel-Platz (gegeüber vom Leopoldplatz) und zeigt Eure Unterstützung für die Kampagne!
Stimmt im September für die Enteignung von Deutsche Wohnen & Co!

Kundgebung zum 1. Mai: Gesundheit und gute Arbeit für alle statt Profite für wenige!

Zum 1. Mai rufen wir auf zu einer Kundgebung am Leopoldplatz: Mit Gewerkschaften und Vertreter:innen aus der Pflege, dem Einzelhandel, der Bildung u.v.m. fordern wir Gesundheitsschutz und gute Arbeit für alle statt Profite für wenige! Zusätzlich wird es Musik geben. Um die Hygienebestimmungen einzuhalten, tragt bitte alle FFP2-Masken und haltet entsprechend Abstand zueinander.

Eine linke Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie?!

Onlineveranstaltung am Donnerstag, 8. April 2021 um 19:00 Uhr

Zwischen Lockdown und Öffnung, Impfstoffknappheit und Mutationen, solidarischem Handeln und Profiteuren der Krise.

Seit nun über einem Jahr prägt die COVID-19-Pandemie das Leben von Milliarden von Menschen weltweit. Trotz des Starts der Impfkampagne läuft in Deutschland aktuell die dritte Welle der Pandemie an und eine weitere Ausbreitung von ansteckenderen Mutationen des Corona-Virus ist festzustellen. Über 75.000 Menschen sind in Deutschland im Zusammenhang mit einer COVID-19 Erkrankung verstorben. In der BRD wird zwischen Verschärfungen von Lockdown-Maßnahmen und Öffnungsstrategien hin- und hergependelt, ohne dabei das Pandemiegeschehen unter Kontrolle bringen zu können.

Wir wollen uns in dieser Veranstaltung damit beschäftigen, wie eine linke Strategie des Umgangs mit der Corona-Pandemie aussehen kann. Welche Maßnahmen müssen umgesetzt werden? Was sind die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und ihrer Bekämpfung?

Wir wollen auch über die Verlierer und Profiteure reden. Wer ist von der Krise besonders negativ betroffen, während einige wenige durch diese sogar ihren Reichtum vergrößern konnten? Wer soll für die Kosten der Krise und ihrer sozialen Folgen bezahlen?

Letztendlich reden wir über die Zukunft. Könnte ein solidarischer Umgang mit der Pandemie auch zur Überwindung der kapitalistischen Wirtschaftsform genutzt werden?

Über diese und weitere Fragen wollen wir mit Raul Zelik, Autor und Mitglied des Bundes-Parteivorstandes Die LINKE, sprechen und gemeinsam diskutieren.

Online: videokonferenz.die-linke.de

150 Jahre Widerstand gegen §218

Aufgrund der Coronapandemie findet die Veranstaltung online bei Big Blue Button statt: https://videokonferenz.die-linke.de/b/bet-n2t-cm2

Seit 150 Jahren wird durch den §218 Schwangerschaftsabbruch in Deutschland unter Strafe gestellt. Ungewollt Schwangere werden bevormundet und Frauen wird das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung genommen.

Grafitti: MEIN KÖRPER GEHÖRT MIR!, Photo cc-by-sa, Ithmus, https://flickr.com/photos/66944824@N05

Die AfD hetzt zusammen mit christlichen Fundis gegen Schwangerschaftsabbruch und sexuelle Vielfalt, verbreitet reaktionäre Frauen- sowie Familienbilder und predigt die „weibliche Unterordnung“.

Doch seitdem der § 218 existiert gibt es auch Widerstand dagegen. In Irland und Argentinien haben Massenproteste in den letzten Jahren erkämpft, Schwangerschaftsabbruch zu legalisieren. Aktuell demonstrieren in Polen tausende von Menschen gegen eine Gesetzesverschärfung, die Schwangerschaftsabbrüche quasi unter ein Total-Verbot stellt. Und hier in Deutschland stellen sich Aktivist*innen seit Jahren dem sogenannten „Marsch für das Leben“ entgegen.

In unserer Veranstaltung wollen wir informieren und diskutieren:

  • Wie ist der §218 entstanden, was ist seine Funktion und wie hängt er mit Frauenunterdrückung zusammen?
  • Warum ist das Recht auf Schwangerschaftsabbruch eine Klassenfrage?
  • Wie sieht die aktuelle Situation in Polen aus?
  • Wie können wir über unser eigenes Leben, unseren Körper und unsere Sexualität selbst bestimmen?

Mit uns diskutieren:
Rosemarie Nünning, (Die Linke.Kreuzberg, aktiv im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung)
Alicja Flisak (KoKreis Bündnis für sexuelle Selbst-bestimmung, Mitglied der polnischen Gruppe CoLiberation)

Donnerstag, den 11. März 2021, um 19 Uhr.

Rechte Strukturen in der Polizei

Online-Veranstaltung

In wenigen Wochen werden mehrere rechte Chatgruppen innerhalb der Polizei bekannt. Polizist*innen hetzen gegen Muslime und Geflüchtete, haben Gewaltfantasien. Gleichzeitig zieht der sogenannte „NSU 2.0“ persönliche Informationen seiner Opfer aus Polizeicomputern. Alles Einzelfälle? Oder hat die deutsche Polizei ein systemisches Rassismus-Problem? Wie ist die Lage in Berlin? Und wenn ja, wie ist dieses Problem zu lösen?

Um diese Fragen zu beantworten, lädt DIE LINKE. Basisorganisation Wedding euch am Mittwoch, den 18. November um 19 Uhr zu der Online Veranstaltung „Rechte Strukturen in der Polizei“ ein.

Es sprechen:

  • Der Neuköllner Ferat Ali Kocak ist Stellvertretender Sprecher der LINKEN in Neukölln und aktiv in unterschiedlichen antirassistischen Bündnissen. Die Polizei hatte es verweigert, ihn vor einem rechten Anschlag, der auch seine Familie gefährdete, zu warnen.
  • Claudia von Gélieu ist Betroffene rechten Terrors in Neukölln, erlitt im Februar 2017 einen Brandanschlag auf ihr Auto Sie ist Mitglied des VVN-BDA und politisch aktiv in der Antifa-Galerie Olga Benario in Neukölln und der Initiative „Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“. Als Politikwissenschaftlerin beschäftigt sie sich mit Frauengeschichtsforschung und -vermittlung bei Frauentouren.
  • Alexander Bosch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Er promoviert über rechte Tendenzen bei der Polizei. Außerdem hat er als Fachreferent für Antirassismus bei Amnesty International gearbeitet.

Dies ist die erste Veranstaltung in einer Reihe über Polizei(-Kritik) und linke Alternativen. Weitere Informationen über kommende Veranstaltungen findet Ihr auf www.linkstreff.de und auf unserer Facebook-Seite.